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Meine Meditationsseminare sind offen
für alle Menschen,
die ehrlich Ihrem Leben Gehalt,
Würde und Tiefe geben
wollen.
Und nur für sie sind die
Seminare sinnvoll.
"Wir geben uns nicht mit dem zufrieden, was ist, also gehen wir weiter.
Die Frage, die immer wieder zu Recht gestellt wird, lautet
allerdings: in welche Richtung schreiten wir eigentlich fort?"
(Abt Muho)
Zu meiner Person
Wolfgang Buchhorn
1943 geboren, aufgewachsen
in Wilhelmshaven; nach dem Ausscheiden aus der Bundeswehr folgte das Studium der
Geschichte und Philosophie sowie der Politischen Wissenschaften und Pädagogik
an der Ruhruniversität Bochum, anschließend arbeitete ich bis zur Pensionierung
in der politischen Erwachsenenbildung in der STÄTTE DER BEGEGNUNG in
Vlotho/Weser. Während dieser Zeit: Kriegsdienstverweigerung, Aus- und Fortbildung in verschiedenen
Psychotherapieformen der humanistischen Psychologie bei Prof. Stephanie Krenn und als Meditationslehrer bei Prof. Willi Massa.
Wichtige Stationen waren ferner Kandy (Sri Lanka), Bodh-Gaya
(Indien), Bogor (Indonesien), Kloster Kopan (Nepal) und Kloster Wat Suan Mokk (Thailand) sowie mehrere Aufhalte in der
marokkanischen Wüste
Prägende Begegnungen mit Jiddu Krishnamurti sowie Lama Sogyal Rinpoche,
Thich Nhat Hanh, Stanislav Grof und Wolf Büntig
Nachhaltig geformt bin ich von allen Teilnehmern
und Teilnehmerinnen der Seminare, von denen ich immer wieder neu lernen
dürfte und darf
Ich leite weiterhin Seminare
mit Schülern an berufsbildenden Schülen, mit Jugendlichen im Strafvollzug
(Naikan) und mit Menschen, die an der Selbstfindung durch Meditation
interessiert sind.
Mein erster Gedichtband „An tausend Fäden das Leben
entdecken“ erschien 2008 im Geest-Verlag,
der zweite Band „Lebensgrund : Lieben!“ erschien 2009 ebenfalls im
Geest-Verlag
der dritte Band "Sprich zu mir, das ich es hören kann" mit Gedichten zum Abschied und Loslassen erschien im Juni 2011, auch im Geest-Verlag
Die Vlothoer Zeitung schrieb zum Erscheinen des dritten Gedichtsbandes
Neugier bis zum Tag des Abschieds
Wolfgang Buchhorn
veröffentlicht seinen dritten Gedichtband – Ermutigung zur Sinnsuche
Von Reinhard Kehmeier
Vlotho (WB). Der Vlothoer
Meditationslehrer und Autor Wolfgang Buchhorn (68) hat seinen dritten Gedichtband
veröffentlicht. Tod und Trauer, kurz: das Abschiednehmen, sind dessen zentrale
Themen. Für den einen oder anderen mögen sie wenig passend erscheinen in dieser
Jahreszeit. Doch der Tod ist auch im Sommer zu Hause und verschont auch nicht
den Sommer des Lebens.
»Ein Ort voller Geschichten und
Geschichte. Des Abschieds ohne Wiederkehr«, so beschreibt der studierte
Historiker und Seminarleiter Friedhöfe in einem gleichnamigen Gedicht:
Fremde
Orte
Unvertraut
Orte
des kurzen Verweilens
Der
Ruhe
Anvertraut
den stillen Tränen
Orte
der Begegnung von Leben
und
Tod und Leben
Der
Erschütterung
Und
der empfundenen Pflicht
Wie
der Freiheit
Ein
endlicher Ort
Endlich
ein Ort der Liebe
Wolfgang Buchhorn ist ein
Beobachter, am Caféhaustisch, in der Bahn, im Restaurant, wo er seine Gedanken
zu Papier bringt. Besonders häufig ist dies in Frankreich der Fall. Seit er vor
fünf Jahren an der Vlothoer Bildungseinrichtung »Stätte der Begegnung« in den
Ruhestand verabschiedet worden ist, reist er öfter noch als früher. Vor allem
im warmen, sonnigen Süden des westlichen Nachbarlandes sind auch die Gedichte
seiner ersten beiden »Loslassbücher« entstanden, die ebenfalls im Geest-Verlag
erschienen sind. Papier und Stift sind für Wolfgang Buchhorn, der drei Viertel
des Jahres außerhalb seiner Vlothoer vier Wände verbringt, stets in greifbarer
Nähe. Meditationsseminare hält er nach wie vor in Vlotho und Bielefeld,
Bayreuth und Radolfzell.
Viermal hat der ungebundene Senior
bereits in diesem Jahr Frankreich bereist, wo er, wie er feststellte, am besten
schreiben kann, »weil die Gedanken nur so fließen. Dort bin ich unbelasteter,
entspannt im hier und jetzt«, meint der ausgebildete Psychologe. Schauen und
flanieren, die Atmosphäre aufnehmen, das mag er besonders – ob in Paris oder Aix
en Provence, der alten Universitätsstadt nahe des Mittelmeeres. Das genießt er
und findet dabei Impulse zum Schreiben.
»Das erste Buch war das schwerste«,
räumt der Autor ein, »denn eigentlich scheue ich die Öffentlichkeit. Mein
Arbeitskollege Andreas Luckey musste mich überreden.« Er ist Pantomime,
ebenfalls in der Stätte der Begegnung tätig und beteiligte sich an der
Bebilderung der vorangegangenen ersten beiden Lyrik-Bände.
»Sprich zu mir, dass ich es hören
kann«, steht auf dem Buchdeckel des aktuellen Werkes, darunter ist das Bild
eines scheinbar sterbenden Baumes zu sehen. Doch irgendwo schiebt sich ein noch
zartes Grün aus der Rinde: Das Leben geht weiter.
In Frankreich hat Buchhorn eine
Wandlung erlebt, als er voll Trauer und Betroffenheit am Grab eines kurz zuvor
verstorbenen Künstlers stand. »Von einer auf die andere Sekunde fühlte ich mich
in einer Gewissheit aufgehoben und eingebettet, die alle Trauer
wegwischte«, erzählt der Autor, »dabei bin ich nicht religiös im herkömmlichen
Sinne, vielleicht im tiefsten Sinn. Das dort Erlebte ist für mich nicht
benennbar.«
Mit seinen Erfahrungen möchte der
Vlothoer Hilfen geben beim Abschied, der immer wieder nötig ist und bei der
Sinnsuche: ob es um alte Gewohnheiten, den Wohnungswechsel oder um andere
Abschiede, etwa in zerbrochenen Partnerschaften, geht oder
schließlich um das Loslassen des eigenen Lebens. Buchhorn ermutigt dazu,
sich näher mit dem Leben und seiner oft verborgenen Tiefe zu beschäftigen und
dem Besonderen auch im Alltäglichen zu begegnen: »Den Sinn muss jeder selber
suchen und finden. Ich will keine Ideologie oder Heilsbotschaft verkaufen.« Der
Autor wünscht sich Leser, die den eigenen Geist weiten möchten und bereit sind,
sich zu wundern. Für sich selbst möchte er – dazu befragt – einen Abschied, den
letzten, bei Bewusstsein erleben, »nicht zugedröhnt mit Medikamenten. Darauf
bin ich neugierig.«
Er hat in der eigenen Familie
erfahren: Nicht jeder will begleitet sein in seiner letzten Stunde. Da gibt es
einfach kein Schema, das für alle gültig ist. Schön sei er nicht, der Tod.
»Aber wir müssen uns nicht unbedingt fürchten.« Ihm geht es schließlich darum,
abschiedlich leben zu lernen.
Buchhorn bedauert, dass die »ars
moriendi« des Mittelalters, die Kunst des Sterbens, vielfach nicht mehr wahrgenommen
wird. »Wenn man den Tod ausblendet, dann blendet man das Leben aus.« Die
Vergänglichkeit selbst großer Weltreiche inspiriert Buchhorn. Den Niedergang
sieht er begründet in einer unmäßigen Ausbreitung der Lust- und
Spaßgesellschaft, auch der Verantwortungslosigkeit: »Darauf kann keine Kultur
bauen.«
Der spät gestartete Schriftsteller
möchte mit seinen Gedichten den Lesern helfen, Angst zu mindern. »Nicht
wegzureden, sondern zu mildern. Die gegenwärtige Zeit ist voller Angst: vor
Fremden, vor der Zukunft, einer Wirtschaftskrise, vor dem Islam...«
Sein Credo für alle Lebenslagen ist
ein kurzes Gedicht, nur einen Satz lang:
Inmitten
der Unwetter
Sorgen
und Tode
bleibt
die Welt
freundlich
Ein
neuer Lyrik-Sommer: In seinem dritten Gedichtband beschäftigt sich Wolfgang
Buchhorn ausschließlich mit Themen, die gern verdrängt werden: Abschied, Trauer
und Tod. Über seine Arbeit berichtet der Autor im Gespräch mit der VLOTHOER
ZEITUNG. Foto: R. Kehmeier
Referenzen:
Carl-Miele-Berufkolleg Jugendhof
Vlotho; Meditationszentrum Neumühle Mettlach-Tünsdorf
Justizvollzugsanstalt Hövelhof Elly-Heuß-Knapp-Berufskolleg,
Düsseldorf
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