Was ist und was will Meditation?
was kann sie leisten? gibt
es Grenzen? Was heißt
INTEGRALE MEDITATION? welchen Nutzen haben Meditationsseminare
im Leben?
Meditation will Glück, ... will
Frieden, ... will Lieben, ... will Befreiung, ... ist
Bewusstseins-Arbeit, ...ist Tun, ... ist Freude... ist Präsenz ...
ist neugierig sein, auf das, was gerade jetzt in mir und um mich
herum geschieht, ... ist Weg und Ziel in einem.
So ist alles, auf das ich hier hinweisen
kann, wie der Finger, der auf den Mond zeigt; es geht um den Mond und
nicht um den Finger, es geht um das eigene Erleben, nicht um Begriffe.
Meditation ist keine Philosophie, sondern Praxis.
Meditation wird oft missverstanden und ist
somit auch vor Missbrauch nicht geschützt. Sie kann unter dem
Blickwinkel der Meditationstechnik verstanden werden oder unter dem des
Inhaltes. Die Beschränkung auf die Technik verfehlt leicht das,
worum es in der Meditation geht und verkommt zur Dogmatik; wohl ist die
Technik ein nützliches und lang erprobtes Werkzeug.
Meditation hat mit "Esoterik" sowenig zu tun wie mit "wellness". Es
geht um das Verlassen der Gewohnheiten, die uns Freiheit lediglich
vorspielen, tatsächlich aber oft Fesseln sind.
Bewusstseinsschulung, Erkenntnis und
Lebenspraxis sind die drei untrennbaren Säulen aller Meditation.
Nur über Körper, Geist und Sprache sind Handeln ,
Meditieren und Reflektieren und damit ein erfülltes
menschliches Leben möglich. Alle diese Schritte bedingen einander
und wirken unterstützend aufeinander ein. Dabei stärkt die
Meditation die im Ansatz bereits vorhandenen Fähigkeiten aller
Menschen.
Meditation ist Befreiung aus einengenden,
lange eingeübten Denk- und Verhaltensmustern hin zum
ehrlichen Glück, das von Innen kommt. In der Übung der
Achtsamkeit als dem
Herz aller Meditationen geht es zunächst um das offene Wahrnehmen dieser
Muster.
In der Hirnforschung sind inzwischen zwei
Grundbedürfnisse erkannt worden, die wir bereits im Mutterleib
lernern: die Sehnsucht nach Geborgenheit und die Sehnsucht nach
Wachstum. Nach der Pubertät verpassen wir leicht die Weiche, die
vom körperlichen zur geistg-seelischen Wachstum führt und so
verkommt unser Wunsch nach Wachstum zum Bedürfnis aufzufallen,
schnellere Autos haben zu müssen, grenzenloser Sex, Karriere,
Macht, Gier usw. Das führt schnell zur Gewalt, Korruption, in die
Krimminalität ... auch mit weißem Kragen. Konsum,
Alkhol und andere Drogen gaukeln Wachstum vor, doch bleiben sie
Ersatzbefriedigungen, die niemals erfüllt werden.
In der ernsthaft betriebenen
Meditation verändern wir Schritt für Schritt die
eigene Lebenshaltung. Sie wird immer stärker durchdrungen
sein von
Neugier, Offenheit, Akzeptanz und letztlich Liebe. Das wachsende
Mitgefühl schließt Mit-Freude ebenso ein wie Mit-Leiden und
Mit-Schmerzen, es ist also kein Zuckerschlecken! So gilt der
zunächst erschreckende Satz von R.M.Rilke, wenn er nur
oberflächlich verstanden wird: "Wir müssen so
tief ins Leben hinein gehen, dass es auf uns liegt und Last wird: nicht
Lust soll um uns sein, sondern LEBEN."Zum Leben gehören die
Sonnen- wie die Schattenseiten. Das unterscheidet eine schlechte
Esoterik von
der Meditation.
Das alles ist eine Herausforderung und eine Zu-Mutung und
soll es auch sein, denn Meditation ist keine wellness-Unternehmung,
auch keine Therapie (im üblichen Sinne), sondern zielt auf eine
freundliche, freudevolle und selbstverantwortliche Lebensgestaltung.
INTEGRALE MEDITATION
nutzt dazu alles, was den Alltag ausmacht
als Gegenstand der Achtsamkeit und der Einsicht, sie arbeitet nicht "gegen etwas", sondern "mit
allem", was da ist. INTEGRALE MEDITATION bedeutet dabei die Integration
und Nutzung alltäglicher Situationen des Menschen in die Meditation
und umgekehrt die Integration der Meditationserfahrungen der Seminare
in den Alltag. So wird verhindert,
dass Meditation zum Rückzug ins Private und Individuelle mißverstanden
wird; es geht um eine grundlegende ERWEITERUNG DER LEBENSQUALITÄT
im alltäglichen Leben.
So kommen wir zur Wiederentdeckung unserer
menschlichen Würde
in unserer so würdearmen Zeit. Die Quellen zum Leben und Lieben
wieder sprudeln zu lassen ist das Ziel allen Meditierens. "Sei
bewusst und tue was Du willst!" könnte deshalb der passende Wahlsprüche
des Meditierenden sein.
Mögen alle Menschen Lieben lernen
!
Wolfgang Buchhorn
"Erleuchtet ist der,
der das Ausmaß der eigenen Illision erkennt.
Irren tut sich,
wer sich Illusionen
über die Erleuchtung macht."
Zen Meister Dogen
Hintergrund meiner Meditationseminare
ist u.a. das Verständnis von Freiheit
bei Jiddu Krishnamurti ( "Freiheit ist ein pfadloses Land!" - sie
verträgt keine Dogmen und ausgetretene Pfade) und die Entfaltung
des menschlichen Potentials nach der Humanistischen Psychologie.
Den Menschen verstehe ich nicht als Mangelwesen, sondern als
jemand, der ein großes, ihm innewohendes Potenzial hat und er kann es verwirklichen,
wenn er es ernsthaft will. Dabei möchte ich ihn gerne unterstützen.
Meditationen aus verschiedenen Traditionen und Kulturen sind Bausteine
in den Seminaren, soweit sie dem Wachstum des Menschen dienen und
den Weg zu mehr Selbstverantwortung und Lebensfreude bahnen.
Je nach Verlauf der Seminare (und der mitgebrachten
Themen und Probleme der Teilnehmer) spielen Tanz- und Bewegungsmeditationen
und Elemente verschiedener Körpertherapien eine hilfreiche Rolle, da sich
viele seelische Probleme im Körper manifestieren und durch Bewegung
und Atmung gelöst werden können (etwa beim holotropes Atmen
nach S.Grof).
Jedes Seminar ist in sich abgeschlossen, es bedarf keiner Vorkenntnisse;
doch setzt der Gewinn - Gleichmut, Freude, Gelassenheit, Freiheit -
erst im alltäglichen Üben ein: im Supermarkt, im Lehrerzimmer,
auf der Autobahn.
Das Ergebnis der Meditation hängt allein von der Geduld und
der fröhlichen, doch diszplinierten und unverkrampften Ausdauer
ab und bewährt sich, sobald Achtsamkeit im Alltag etwas Selbstverständliches
geworden ist.